Verfasst von: Selma in: Oktober 12, 2008
Luis: Mama, ich kann nicht schlafen. Ich denk dauernd an so komische Enten.
Mama: Komische Enten?
Luis: Ja, menschenfressende, kleine Enten mit Cowboyhüten und Revolvern und Gewehren, die Scheiben fressen.
Mama: Ich dachte die fressen Menschen.
Luis: Ja, Menschen auch. Scheiben und Menschen. Und Papier.
Mama: Und wie sehen diese Enten aus?
Luis: Das sind so Koboldenten, die ganz viele Gürtel haben. Und die 700 Gewehre haben. 500 Pistolen auch und 600 Schwerter und spitze Schnäbel und einen Hut. Und Flügel, Krallenflügel, Hände, wo Krallen dran sind und Krallenfüße. Und die haben 300 Taschenlampen und 400 Blöcke und noch mal 400 Stifte.
Mama: Und was machen die mit Dir?
Luis: Die fressen erst die Hosen auf und dann fressen sie die Schuhe auf und wenn sie erwachsen sind, dann lecken sie sich auch die scharfen Zähne. Die fressen auch die Warzen weg und Haare und Fingernägel.
Mama: Wie praktisch.
Luis: Ja, die fressen alles, was es auf der Welt gibt, auch Bäume. Aber die können auch ohne Bäume überleben. Die haben auch 500 000 Sauerstoffflaschen. Die haben auch noch glühende Feueraugen.
Mama: Was kann man gegen diese Biester machen?
Luis: Nichts. Da hilft nur ein Riesenbaum. Davon werden sie dick wie eine Kanonenkugel. Dann können sie nicht mehr so schnell rennen wie der Blitz. Die können nämlich 3500 Meter weit laufen, so schnell sind sie. Wie ein Pfeil.
Mama: Wo wohnen diese Enten?
Luis: In kleinen Häusern und Höhlen. Und ihre Verwandten sind die echten Enten. Auch Menschenfresser sind ihre Verwandten.
Mama: Schlafen die auch mal diese Enten?
Luis Ja, die schlafen auf Heu und geschlachteten Kakerlaken. Die Decken sind aus getrocknetem Schlamm. Die haben ein bisschen zerrissene Uniformen aus Leder. Unten an der Hose sind die zerrissen. An der Hose kleben auch noch Spitzen dran, damit können sie sich gegen ihre Feinde wehren.
Mama: Wer sind ihr Feinde?
Luis: Die Kakerlaken.
Mama: Was machen die Kakerlaken mit den Koboldenten?
Luis: Die Kakerlaken nehmen die in ihre Zangen und hauen dann mit ihren Beinen zu.
Mama: So, und hier machen wir jetzt Schluss. Du nimmst jetzt mal deine Beinchen und gehst wieder ins Bett.
Luis: Aber ich muss doch die Geschichte noch weiter erzählen. Stell mir mal noch eine Frage.
Mama: Das kannst du morgen machen. Du kannst Dir ja jetzt schon mal im Bett überlegen, wie es weitergeht.
Luis: Oh ja, die werden staunen, was ich für ne coole Geschichte erfunden habe.
Mama: Wer wird staunen?
Luis: Na, die Enten.
Mama: Ach so. Ja dann, Gute Nacht und schlaf gut.
Luis: Ja, Gute Nacht, schlaf du auch gut, Mama.
(Fortsetzung folgt garantiert.)
1 | Herr Olsen
Oktober 12, 2008 um 8:41
Erinnert mich an Finn wenn er die Monster bschreibt, die er so gerne malt.